Patenschaft Ecuador

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Die Patenschaft Ecuador!         „Video über die Patenschaft ECUADOR“

Die Patenschaft Ecuador hat eine lange Geschichte. Vor 18 Jahren wurde die junge Nonne Klara Maria Falzberger aus Schwertberg vom Orden Franziskus von Sale nach Ecuador berufen. Klara war ausgebildete Lehrerin bevor sie in das Kloster eingetreten ist. Ein Schnellkurs in Spanisch und Gottes Segen waren alles was sie mitbekommen hat. Sie hat in Ecuador Psychologie studiert und ist heute ein wichtiges Standbein ihres Ordens in Lateinamerika. Neben der Arbeit für den Orden hat sie ein Netzwerk aufgebaut, welches es Kindern aus bedürftigen Familien ermöglicht einen regelmäßigen Unterricht in einer guten Schule zu besuchen. Insbesondere an der Küste und im Regenwald von Ecuador liegt es mit dem Bildungswesen noch immer im Argen. Bei der Taufe unseres Enkelkindes im Jahr 2009, erzählte mir Thomas Lechner, der Pfarrer von Schwertberg von den Aktivitäten der Patenschaft Ecuador. Im Zuge einer meiner nächsten Reisen habe ich Klara Maria im Kloster besucht. Die Oberin lud mich zu einem Besuch der Schulen an der Küste ein, sodass ich gleich in das Hilfswerk eingebunden wurde. Wir besuchten einige Familien und brachten Reis und Kochbananen mit, so konnte ich die Lebensumstände der Familien kennenlernen. Seit diesem Besuch bin ich überzeugter Mentor für die Patenschaft Ecuador und versuche bei jeder Gelegenheit diese Botschaft weiter zu verbreiten. Im Herbst 2014 war ich mit Pateneltern in Ecuador.

Karen Lisbeth ist 19 Jahre alt und studiert an der Universität in Puertoviejo. Seit der Volksschule ist Karen Lisbeth das Patenkind der Familie Gottfried und Marina Hahn aus Schwertberg. Sie wird auch noch im Studium von der Familie Hahn unterstützt. Wir besuchen im Oktober 2014 Karen Lisbeth und ihre Eltern. Der Weg ist beschwerlich. Wir fliegen von der Hauptstadt Quito in die Küstenstadt Manta. Dort mieten wir ein Auto, um damit weiter nach Rocafuerte zu fahren. Die Paten lernen ihr Patenkind und deren Familie erstmals persönlich kennen. Es ist eine berührende Begegnung. Die Familie betreibt eine kleine Hazienda in der Nähe von Rocafuerte, es reicht gerade zum Leben. Der Vater zeigt uns stolz seinen Besitz. Zur Feier des Tages gibt es gekochtes Huhn in der Suppe mit Reis und selbstgebackene Süßigkeiten.

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Am Nachmittag besuche ich noch Derlys William, einen 8 jährigen Jungen. Er ist das Patenkind von meiner Frau Margit und mir. Die Familie hat drei Kinder, die Mutter wäscht Wäsche für andere Familien, der Vater arbeitet als LKW Fahrer und verdient monatlich 300 Dollar. Sie wohnen in Miete und zahlen monatlich 120 Dollar für die Wohnung. Ich bringe zwei T-Shirts für Derlys und seinen Bruder, einen Sack Reis, verschiedene Lebensmittel und einige Süßigkeiten für die Kinder mit.

Am nächsten Tag besuchen wir Theresa, die das Schicksal besonders hart getroffen hat. Sie erlitt als junge Frau arge Verbrennungen an den Händen, die nicht behandelt wurden. Es blieb eine schlimme Behinderung an den Fingen zurück. Sie heiratete und bekam 3 Kinder. Vor 5 Jahren wurde ihr Mann ermordet, ohne Hilfe des Klosters hätte sie keine Chance gehabt. Sie arbeitet trotz der Behinderung als Putzfrau in einer der Schulen und zwei Kinder sind in der Patenschaft. Das Kloster hat sich auch beim Bau eines Ziegelhauses unterstützt.

Am ärmsten sind die Menschen wohl im Dörfchen El Roy. Hier stehen vorwiegend aus gespaltenen Bambusstämmen erbaute Hütten. Als der Pickup des Klosters hält laufen Frauen und Kinder aus den Hütten herzu um eventuell etwas von den geladenen Reissäcken und Kochbananen zu ergattern. Hier besuchen wir eine Familie, deren Haus kurz vor dem Einsturz steht. Mit Hilfe aller Nachbarn und der Unterstützung durch die Nonnen wird gerade an einem neuen Haus gearbeitet.

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Ich muss von der Hauptstadt Quito mit dem Bus zirka 4 Stunden auf der Straße der Vulkane nach Süden reisen, um eine Familie zu besuchen, die nicht an der Küste wohnt und trotzdem in Hilfsprogramm ist. Liseth Elena ist eine 7 jährige Grundschülerin, die mit ihren Eltern in Riobamba in den Bergen von Ecuador lebt. Die Familie hat 3 Kinder. Der älteste Sohn ist fast erblindet und sieht nur 70 cm weit. Er braucht teure ärztliche Betreuung. Das Kloster ist hier helfend eingesprungen. Um die Familie zu entlasten wurde ein Pate für die Jüngste, Liseth Elena gesucht und gefunden. Die Freundinnen-Runde meiner Frau hat sich dieses Kind als Patenkind genommen. Anstatt sich gegenseitig zu Geburtstagen etwas zu schenken wird ein kleiner Betrag zur Seite gelegt, der es ermöglicht den Aufwand für die Patenschaft von 300,00 oder 360,00 Euro jährlich, je nach Alter des Kindes, und ein kleines Weihnachtspaket zu finanzieren. Ich habe Liseth, ihre Geschwister und ihre Eltern kennengelernt und die Familie an Anhieb ins Herz geschlossen.

Es freut mich besonders, dass sich seit 2012 nun auch die Organisation Schilling für Shilling – gegründet von Eddie Kroll – um die Aufbringung von neuen Patenschaften bemüht. Der Vorstand von Schilling für Shilling hat beschlossen auch als Pate aufzutreten und zwei Patenschaften zu übernehmen, die von Verein finanziert werden. Ein Dank an alle Mitstreiter von Schilling für Shilling. Viele Paten begleiten die Kinder von der Grundschule bis zur Matura und unterstützen diese auch noch im Studium, wenn diese begabt sind. Es entstehen Kontakte über den Ozean hinweg. Briefe der Kinder an die Paten werden von mir oder zwei weiteren Helfern übersetzt, auch Patenbriefe an die Kinder übersetzen wir gerne.

Für Interessenten an Patenschaften oder der Unterstützung von begabten Studenten aus armen Familien stehe ich jederzeit für ein völlig unverbindliches Informationsgespräch zur Verfügung. Auch wenn es nichts wird, freue ich mich jedes Mal, wenn ich über die laufenden Sozialprojekte in Ecuador erzählen darf.

Kontakte:  0676-7353121  j.hauser@24speed.at,  oder j.hauser@individual-latino-tours.com

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